Erste Hilfe bei einem Wasserschaden im Haus

Wenn an Wänden und Decken plötzlich nasse Flecken auftauchen und sich auf dem Boden Pfützen bilden, dann ist häufig ein Rohrbruch die Ursache. Um das Ausmaß des Wasserschadens möglichst gering zu halten, ist nun vor allem schnelles und überlegtes Handeln gefragt.

Wasser fließt im Haus nicht nur durch die Leitungen, die zum Waschbecken, zur Dusche und zur Spüle führen. Auch die Heizungsrohre führen viel Wasser, das im Falle eines Lecks oder eines Rohrbruchs austreten kann.

Wenn der Wasserschaden auf einen Defekt in den Trinkwasserleitungen zurückzuführen ist, muss schnellstmöglich der Haupthahn geschlossen werden, der meistens im Keller zu finden ist. Manchmal befindet sich auch ein Absperrventil in der Wohnung. Das Wasser, das noch in den Leitungen steht, kann an der Stelle des Rohrbruchs zwar zunächst noch weiter austreten, doch durch die Schließung des Haupthahns sinkt der Druck, und es kommt kein neues Wasser mehr nach.

Liegt die Ursache für den Wasserschaden im Bereich der Heizung, sollte am besten die komplette Heizanlage abgeschaltet werden. Nur so lässt sich verhindern, dass weiterhin Wasser durch die Rohre gepumpt wird.

Natürlich bleibt bei einem plötzlich auftretenden Wasserschaden keine Zeit für eine ausführliche Analyse. Die wichtigste Aufgabe besteht darin, den Austritt von weiterem Wasser zu verhindern. Wenn nicht erkennbar ist, ob es sich um einen Rohrbruch in den Trinkwasserleitungen oder einen Schaden an den Heizrohren handelt, sollte man sowohl den Haupthahn zudrehen als auch die Heizung abschalten. Die Suche nach den Ursachen und die Beseitigung der Schäden sind dann Aufgaben für einen Experten.