Bei feuchten Wänden droht Schimmelbildung 

Es gibt Schätzungen, die besagen, dass in jeder vierten oder fünften deutschen Wohnung Schimmel ein Problem darstellt. Die Ursachen sind vielfältig und reichen von falschem Lüftungsverhalten bis hin zu unzureichender Dämmung des Mauerwerks. Besonders häufig tritt Schimmel dort auf, wo es feucht ist. Schimmelbefall ist daher nicht selten die Folge eines bislang unsichtbaren Wasserschadens.

Feuchtigkeit in Wohnräumen stellt generell ein Problem dar, das allerdings normalerweise durch ausreichendes Lüften der Räume gelöst wird. Beim Kochen und im Bad wird Feuchtigkeit an die Luft abgegeben, auch die Bewohner selbst tragen durch ihren Atem und durch Schwitzen zur Steigerung der Luftfeuchtigkeit bei: Ein Erwachsener verdunstet pro Nacht bis zu einem Liter Wasser. Das alles ist aber normal und führt im Regelfall nicht zu Schimmelbildung. Wenn jedoch das Mauerwerk dauerhaft feucht ist, dann hilft auch häufiges Lüften nicht - Schimmelbefall ist so gut wie vorprogrammiert. Hier genügt keine Entfernung des Schimmels, sondern die Ursache muss abgestellt werden. Ansonsten kehrt der Schimmel immer wieder zurück.

Für ein optimales Wachstum brauchen die Sporen vor allem Feuchtigkeit, dazu Temperaturen von etwa 15 bis 20 Grad. Es liegt daher auf der Hand, dass sich Schimmel in Wohnräumen mit üblicher Raumtemperatur, aber erhöhter Luftfeuchtigkeit, besonders wohlfühlen. Deshalb ist es auch so wichtig, dass ein Wasserschaden fachgerecht beseitigt wird. Es genügt nicht, nur einen neuen Putz aufzutragen. In vielen Fällen muss zunächst das Mauerwerk restlos getrocknet werden, damit die Bewohner dauerhaft vor Schimmelbildung geschützt sind.