Welche Versicherung hilft bei einem Wasserschaden?

Ein Wasserschaden in der Wohnung sorgt für jede Menge Ärger und kann das ganze Leben durcheinander bringen. Möbel und andere Einrichtungsgegenstände sind von einer Minute auf die andere nicht mehr brauchbar, Bodenbeläge und Tapeten sind ruiniert. Im schlimmsten Fall tropft es auch noch durch den Boden bis zum Nachbarn eine Etage tiefer. Doch zum Glück gibt es in dieser Situation Versicherungen, die sich um die Regulierung der Schäden kümmern.

Ansprechpartner nach einem Wasserschaden sind der Gebäudeversicherer und der Hausratversicherer. Über die Gebäudeversicherung sind neben der eigentlichen Immobilie auch alle Teile der Wohnung abgedeckt, die fest mit dem Gebäude verbunden sind. Dazu gehören in erster Linie Fliesen, Parkett und andere Bodenbeläge.

Alle beweglichen Gegenstände in der Wohnung, also Möbel, Teppiche, Kleidung oder technische Geräte werden von der Hausratversicherung erfasst. Sie ersetzt in der Regel den Neuwert. Wenn nach einem besonders umfangreichen Wasserschaden erst einmal eine grundlegende Sanierung der Wohnung erforderlich ist und die eigenen vier Wände für eine gewisse Zeit unbewohnbar sind, ersetzt die Hausratversicherung auch die Kosten für die Einlagerung nicht zerstörter Möbel sowie für die Unterbringung der Bewohner zum Beispiel im Hotel.

Wenn die Ursache des Wasserschadens nicht in der eigenen Wohnung zu finden ist, sondern beim Nachbarn oben drüber, dann muss dieser als Verursacher die Kosten tragen. Das bedeutet im Normalfall, dass die Haftpflichtversicherung des Nachbarn für die Schäden aufkommt. Das ist allerdings nur dann der Fall, wenn der Wasserschaden etwa durch einen Bedienungsfehler an der Waschmaschine zustande kam. Bei einem Rohrbruch oder anderen unverschuldeten Schäden ist der Vermieter in der Pflicht.